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Methoden

Arbeitsmethoden von TaKeTiNa

TaKeTiNa besteht aus einer einzigartigen Kombination aus Arbeitsmethoden und Prinzipien, die von rhythmischen Prozessen, wie sie in der Natur vorkommen, unmittelbar abgeleitet wurden.


1. Der Körper als Instrument

TaKeTiNa nutzt den Körper als Instrument. Der Lernprozess ist daher direkt und tief gehend. Die Nutzung des Körpers als Musikinstrument ist so alt wie die Menschheit – TaKeTiNa jedoch setzt Stimme, Hand- und Fußbewegungen in einer komplett neuen und speziellen Art ein: Teilnehmer werden schrittweise in das Erleben von drei verschiedenen rhythmischen Ebenen geführt – Schritte, Klatschen und Singen. Dies ist normalerweise auch für gelernte Musiker eine Herausforderung. Mit den TaKeTiNa Methoden kann dies jedoch jeder meistern, auch Menschen, die keinen musikalischen Hintergrund haben.

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2. Rhythmische Urbewegungen

TaKeTiNa arbeitet mit rhythmischen Urbewegungen (Puls, Unterteilungspuls und Zyklus) und damit mit elementaren rhythmischen Informationen, die allen rhythmischen Urbausteinen zugrundeliegen. Diese rhythmischen Kerninformationen sind im sensomotorischen System eines jeden Menschen vorhanden. Durch den TaKeTiNa Prozess wird dieses im Bereich des Unbewussten angesiedelte Wissen zur Bewusstheit geführt.


3. Relative Koordination

TaKeTiNa arbeitet mit Phasen sogenannter „relativer Koordination“. Darunter wird die Fluktuation zwischen rhythmischem Chaos und rhythmischer Ordnung verstanden. Diese Phasen ermöglichen Kursteilnehmern, physische, mentale und emotionale Flexibilität zu entwickeln. Das ständige Verlieren und Wiederfinden des rhythmischen Flusses führt zu einem tiefem Vertrauen in Rhythmus und damit auch in das Leben. Die Angst vor Fehlern wird abgebaut und dementsprechend werden auch weniger Fehler gemacht. „Aus dem Rhythmus fallen“ führt früher oder später zu der Erfahrung, „in den Rhythmus fallen zu können“. Das bedeutet,  Eins zu sein mit dem rhythmischen Flow, ein Gefühl von Lebenskraft, Ausgeglichenheit, Freude und innerem Frieden.


4. Gleichzeitige Wahrnehmung

Alle drei rhythmische Ebenen beim TaKeTiNa-Prozess (Schritte, Stimme und Klatschen) sind für sich alleine elementar und einfach. In ihrer Kombination jedoch entsteht Komplexität, und das erfordert eine neue Art der Wahrnehmung – die gleichzeitige Wahrnehmung. Die gleichzeitige Wahrnehmung ist das Gegenteil von Multitasking. Letzteres besteht aus schnellem Fluktuieren zwischen zwei oder drei Ereignissen, welche zur gleichen Zeit stattfinden, das Resultat ist Stress. Die gleichzeitige Wahrnehmung hingegen bedeutet Entspannung pur. Der TaKeTiNa-Prozess aktiviert die Fähigkeit, gleichzeitig auf mehreren „Kanälen“ empfangen und agieren zu können: Fühlen und Bewegen, Hören und stimmlicher Ausdruck sowie inneres Visualisieren und äußeres Sehen geschehen zur gleichen Zeit und ohne Zeitverzögerung. Gleichzeitige Wahrnehmung ist ein hochwirksames Werkzeug zur Bewältigung der Informationsflut des heutigen Alltags. Mit TaKeTiNa ist sie mühelos erlernbar.


Andere Grundsätze von TaKeTiNa

Im eigenen Zeitmaß lernen

Im TaKeTiNa-Prozess kann jeder in seinem eigenen Zeitmaß lernen. Will jemand schneller sein als das im Moment möglich ist, kann dies den Lernprozess deutlich verlangsamen. Eine Pause zum richtigen Zeitpunkt hingegen kann ihn beschleunigen. Anfänger und erfahrene Musiker können durch die Vielschichtigkeit des TaKeTiNa-Prozesses im gleichen Kreis miteinander lernen.