IN DIE ZEITLOSIGKEIT
Kurssprache Englisch
Leitung: Reinhard Flatischler, Anna-Maria Flatischler
Surdo/Assistenz: n.n.
Was geschieht, wenn ein TaKeTiNa Prozess nicht nach zwei oder drei Stunden endet, sondern einfach weitergeht?
Durch den Tag.
Durch die Nacht.
In den nächsten Morgen.
Und wieder weiter.
55 Stunden lang entsteht ein Erfahrungsraum, in dem Rhythmus, Klang, Bewegung, Stimme und Stille ineinander übergehen.
Nach der intensiven Erfahrung unseres ersten 55-Stunden-Events öffnen wir diesen Raum im Mai 2027 erneut – diesmal erweitert um Klang.
Neben dem Rhythmusraum wird es einen eigenen Klangraum geben: mit traditionellen asiatischen Gongs sowie außergewöhnlichen Klanginstrumenten aus aller Welt.
So können die Erfahrungsreisen zwischen zwei Welten pendeln:
zwischen Rhythmus und Klang, Bewegung und Stille, Wachheit und Müdigkeit.
Im Zentrum steht dabei eine Frage:
Was geschieht, wenn wir für eine Zeit aus der gewohnten Ordnung der linearen Zeit heraustreten? Wenn nicht mehr die Uhr bestimmt, wann etwas beginnt und wann es enden muss?
Wenn ein Prozess lange genug weitergeht, können vertraute Strukturen durchlässiger werden. Müdigkeit und Wachheit verändern ihre Qualität. Auch das eigene Erleben von Zeit kann sich verschieben.
Dabei geht es nicht um Durchhalten. Du kannst jederzeit auf dein Zimmer gehen, schlafen oder dich zurückziehen. Du entscheidest selbst, wie weit du dich auf den Prozess einlässt. Gerade diese Freiheit ermöglicht es, mit den eigenen Grenzen zu experimentieren, ohne etwas erzwingen zu müssen.
Beim letzten 55-Stunden-Event erzählten Teilnehmer (m/w/d), wie besonders es für sie war, mit dem Gesang der Gruppe oder dem Klang der Gongs einzuschlafen – und später wieder in einen Prozess zurückzukehren, der währenddessen einfach weitergegangen war.
Aus diesen Erfahrungen haben wir das Format weiterentwickelt. Diesmal wird es immer wieder auch Raum für Austausch und Integration geben.
ZIST bietet dafür einen besonderen Rahmen. Der Ort ist seit Jahrzehnten eng mit der Entwicklung von TaKeTiNa verbunden. Natur, Rückzugsmöglichkeiten und vegetarische Verpflegung ermöglichen es, für diese Tage weitgehend aus dem Alltag herauszutreten.
55 Stunden TaKeTiNa ist kein Marathon. Es ist eine Einladung, lange genug in einem Prozess zu bleiben, damit Erfahrungen möglich werden, für die im normalen Rhythmus unseres Alltags oft kein Raum entsteht.
Vertraute Grenzen können beweglicher werden.
Die gewohnte Ordnung der Zeit beginnt sich zu verändern.
Und vielleicht öffnet sich darin ein Raum, in dem Zeit für einen Moment keine Rolle mehr spielt.